Zitate zur Esoterik

Arndt: Wasserinformation

"Mit Hilfe der Kernspin-Spektroskopie ... wurde mittlerweile auch wissenschaftlich zweifelsfrei bewiesen, daß zumindest salzhaltiges Wasser durch das homöopathische Verschütteln in der Anordnung seiner Moleküle verändert und somit "informiert" werden kann ... Diese außergewöhnliche Flüssigkeit [Wasser] ist nachweislich auch ein hochfeiner Sensor für kosmische Energien - für Kräfte, die durch bestimmte Konstellationen von Sonne, Mond und Planeten ausgelöst werden. ... Nachweislich reagiert es [das Wasser] sogar noch auf unbekannte Planeten-Energien und feinstoffliche Einflüsse. Das wird genutzt, um totes Leitungswasser wiederzubeleben."

Ulrich Arndt, zitiert in Lambeck 2006, S. 72.

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Singh: Pferdekarren

Einen weiteren Durchbruch machte Hahnemann, als er seine Medikamente auf einem Pferdekarren transportierte. Er kam zu dem Schluss, dass die starke Erschütterung auf dem Gefährt die sogenannte Potenz seiner homöopathischen Heilmittel verstärkte, weshalb er von da an die Empfehlung aussprach, dass das Schütteln (sucussio) Bestandteil des Verdünnungsprozesses sein müsse. Die Kombination von Verdünnung und Schütteln wird als Potenzierung bezeichnet.

Singh 2009, S. 122.

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Singh: Muttertinktur

"Wenn eine Pflanze als Grundlage für ein homöopathisches Heilmittel benutzt werden soll, beginnt die Zubereitung, indem sie in einen versiegelten Krug mit einem Lösungsmittel gelegt wird, damit sich einige Moleküle der Pflanze in dem Mittel lösen. Das Lösungsmittel kann entweder Wasser oder Alkohol sein, aber der Einfachheit halber gehen wir für den Rest des Kapitels davon aus, dass Wasser benutzt wird. Nach mehreren Wochen wird der unlösliche Teil der Pflanze aus dem Krug entfernt. Das verbleibende Wasser mit den gelösten Wirkstoffen wird als Muttertinktur bezeichnet."

Singh 2009, S. 124.

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Singh: Chinarindeexperiment

"Hopff wiederholte Hahnemanns ursprüngliches Experiment mit Chinarinde. Laut Hahnemann erfuhr ein gesunder Freiwilliger die Symptome von Malaria, wenn ihm ein Medikament verabreicht wurde, das Malaria heilen konnte. Hopff benutzte seine Studenten als Versuchskaninchen, verabreichte ihnen Chinarinde und ein Placebo und konnte bei ihrer Reaktion keinen Unterschied entdecken. Sie reagierten auf beides weder positiv noch negativ. Hahnemanns Beobachtung, die die Grundlage der Homöopathie bildeten, waren also schlicht und einfach falsch gewesen. Durch Studien wie die von Hopff wurde Edzard Ernst klar, dass homöopathische Heilmittel nichts anderes sind als raffinierte Placebos."

Singh 2009, S. 177.

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Bunge: Argumente gegen Übernatürliches

Empirische Daten, bei deren Gewinnung es nicht mit "rechten Dingen" zugeht, können keine Belegkraft haben und sind damit wertlos. Allgemeine wissenschaftliche Methoden wie Beobachtung, Messung und Experiment sowie ihre konkreten einzelwissenschaftlichen Spezifikationen setzen daher ebenfalls die Gültigkeit des Naturalismus voraus. Mit anderen Worten: Beobachtung, Messung und Experiment verlieren ihren Status als empirische wissenschaftliche Methoden, wenn sie beliebiger supranaturalistischer Manipulation unterliegen können. Daher kann der Naturalismus nicht mit solchen empirischen wissenschaftlichen Methoden widerlegt werden. Allen- falls könnten sich diese Methoden als unbrauchbar erweisen, etwa indem sie beliebige Daten liefern, die keinerlei Regelhaftigkeit erkennen lassen. Auch könnte der Naturalismus scheitern, indem wir die Welt plötzlich so vorfänden, wie sie im zeitgenössischen Kino- und Fernseh-Gruselgenre gezeichnet wird, wo Vampire, Dämonen, Erzengel usw. aus und ein gehen und Dinge tun, die man nur als Wunder betrachten könnte. Kein Wunder also, dass die Wirklichkeitswissenschaften so hartnäckig am ontologischen Naturalismus samt Sparsamkeitsprinzip festhalten. Denn lassen sie auch nur eine einzige supranaturalistische Ausnahme zu, dann ist der Forderung nach immer stärkerer Erweiterung des Naturalismus in Richtung Supranaturalismus Tür und Tor geöffnet (Kanitscheider 1996). Wir hätten es mit einer schiefen Bahn, wenn nicht gar einem Dammbruch zu tun ... Denn die Übernatur müsste ja nicht auf Gott beschränkt sein. Es lassen sich beliebig viele übernatürliche Wesen- heiten postulieren: Wenn man den Teufel einführt, darf man auch seine Großmutter zulassen usw. Der Supranaturalismus bringt also ein Proliferationsproblem mit sich: den unaufhaltbaren Wildwuchs von Entitäten, die Bevölkerung der Welt mit Beliebigkeiten. Der ontologische Naturalismus schließt somit aus guten Gründen die Existenz des Übernatürlichen aus. Er schließt jedoch nicht die reale Existenz immaterieller, aber natürlicher Entitäten aus, wie etwa mathematischer Objekte.

Bunge 2004, S. 11.

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Kanitscheider: Argumente gegen Übernatürliches

"Die kausale Geschlossenheit manifestiert sich u. a. in den Erhaltungssätzen, die überdies über Theoreme der Gruppentheorie mit der Struktur der Raumzeit verknüpft sind. Jeder externe Eingriff in das Universum bedeutet eine Durchbrechung mindestens eines Erhaltungssatzes. Auch in der Mikrowelt gelten die klassischen Erhaltungssätze, denn in der Quantenmechanik und Quantenfeldtheorie sind diese Sätze der Gruppentheorie ebenfalls anwendbar, was überdies darauf hinweist, dass es tiefliegende Strukturen gibt, die die Relativität der wissenschaftsgeschichtlichen Epochen und die angebliche Abhängigkeit der Theorien von den Paradigmen durchbrechen. Die Erhaltungssätze zeigen, dass Thomas Kuhns These von den Brüchen in der Wissenschaftsgeschichte falsch ist. Die theorie- und epochenübergreifende Geltung der Erhaltungssätze kann somit als Hinweis gelten, dass die kausale Geschlossenheit des Universums nicht ein Vorurteil eines bestimmten wissenschaftsgeschichtlichen Paradigmas oder einer gesellschaftlichen Matrix ist, sondern objektive Bedeutung besitzt. Damit werden übernatürliche Einflüsse auf das Universum zum Paradefall eines Konfliktes mit den Naturgesetzen.

Der Naturalismus besagt allerdings auch, dass die innerweltlichen Entitäten nicht von beliebiger Sorte sein können. Abstrakte, spirituelle, platonische Agenzien wie Ideen, Gedanken, Einfälle sind danach durchaus reale Strukturen, die in der Welt wirken. Aber sie bleiben immer Muster einer neuronalen Aktivität im Gehirn eines lebendigen Organismus. Wird eine Idee nicht von einem Gehirn gedacht, existiert sie nicht. Ontologisch abkoppeln lassen sich Ideen nicht. Eine Verselbstständigung von Ideen, die neben über, unter oder zwischen den Materiebausteinen der Welt herumschwirren, würde wieder die Erhaltungsbilanz der stofflichen Welt affektieren, denn jeder Anstoß aus der autonomen Geisterwelt würde einen Fehlbetrag in der Buchhaltung der materiellen Welt bedeuten."

Kanitscheider 2007, S. 73f.

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