"Noch bis in die dreißiger Jahre des vergangenen Jahrhunderts waren die Selbsterhaltung und Selbstreproduktion des Organismus für die Physiker so rätselhaft, dass Niels Bohr, der Mitbegründer der modernen Atomphysik, ernsthaft davon sprach, der lebende Organismus würde wohl einer Eigengesetzlichkeit genügen, die nicht mehr auf die Physik zu reduzieren sei. Erst die epochale Entdeckung des molekularen Mechanismus der Vererbung durch James Watson und Francis Crick bracht in dieser Frage schließlich den entscheidenden Durchbruch. Nun wurde mit einem Schlag klar, dass die Selbsterhaltung und die Selbstreproduktivität des lebenden Organismus eine unmittelbare Konsequenz der chemischen Eigenschaften des Erbmaterials sind."

Küppers 2012, S. 64.

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